Chronik 1970 - 1979

1970
Die in St. Moritz frisch gekürten Feldafinger Zweierbob-Weltmeister und späteren Europameister Horst Floth und Pepi Bader werden von der Blaskapelle Pöcking feierlichempfangen. Ebenso die erste Schnellbahn (S-Bahn), die von München aus den Starnberger See-Bahnhof erreicht.


1971
Einen kleinen Rekord stellt das Volksfest Pöcking in diesem Jahr dar: musiziert man doch von acht Veranstaltungstagen an fünf davon im „heimischen“ Festzelt.


1972
Durch einige Ausflüge mit und ohne musikalischer Betätigung nach Gais in Südtirol in den Jahren zuvor wächst eine Freundschaft zwischen den Orten. Im Juni wird die Kapelle nach Gais eingeladen, um das dortige Feuerwehrhaus mit einer Messe und einem Konzert einzuweihen. Im Herbst legt Karl Goldinger sein Amt als Geschäftsführer der Kapelle nieder. Seine Tätigkeit übernehmen mehrere Musiker, an der Spitze Oskar Fuchs. Der Dirigentenstab wechselt an Kurt Goldinger. Die Proben, die seit Mitte 1960 im Gasthof zur Post stattfinden, können wieder im alten Schulhaus und jetzigem Rathaus abgehalten werden.



1973
Im Rahmen der Umgestaltung des alten Schulhauses zum Rathaus in den Jahren 1973 und 1974 ist es den Musikern möglich, sich durch Eigenleistung im Dachgeschoss ein hervorragendes Musikzimmer zu erstellen. Hier finden bis 1993 die Proben der Kapelle sowie die praktischen und theoretischen Unterrichtseinheiten für die Schüler statt, aber auch viele Stunden der Gemütlichkeit werden hier verbracht.


1974
Im Mai 1974 feiert die Freiwillige Feuerwehr Pöcking ihr 100-jähriges Jubiläum. Da viele Musikanten bei den „Floriansjüngern“ einer weiteren Freizeitbeschäftigung nachgehen, ist es selbstverständlich, dass man dabei als Festkapelle auftritt.


1975
Ein Geschenk der besonderen Art dürfen alle Pöckinger am Heiligen Abend entgegennehmen: Wird doch der Heimweg von der Christmette durch das verschneite Dorf durch festliche Weisen und Weihnachtslieder begleitet, die vom Turm der Sankt Pius Kirche erklingen. Eine kleine Herausforderung für die Kapelle stellt der Transport der Tuba in das Glockengestühl dar, da die engen Treppenstufen durch den Turm nicht für Musikinstrumente solcher Größenordnung ausgelegt sind.

1976
Beim Frühjahrskonzert im April, welches erstmals in der Turnhalle stattfindet, wird die neue, seitdem nicht mehr veränderte, Tracht vorgestellt: grüner Hut, grüne Joppe, rote Weste, rote Krawatte, Lederbundhose, weiße Kniestrümpfe und schwarze Haferlschuhe.


1977
Zur Unterstützung der Kapelle bei Marschmusik und Festzügen, sowie zur Erweiterung des musikalischen Repertoire beginnen im März die Musikkameraden Helmuth Hirn, Thomas Seidl, Paul Kammerlocher, Peter Mallmann, Michael Hacker, Stefan Karl, Erwin Schimek und Josef Wiesenmayer mit dem Erlernen von kleiner Trommel und Bauchtrommel. Als Ausbilder wird Ferdl Storck gewonnen. Zwei Monate später tritt der so entstandene Trommlerzug unter ihrem Tambourmajor Helmuth Hirn das erste Mal öffentlich auf. In den folgenden Jahren erspielt sich der Zug einen erstklassigen Ruf und beweist seine Vielseitigkeit auch durch Auftritte als Fanfarenzug im Fasching.


1978
Im Frühjahr dieses Jahres wechselt die Geschäftsführung von Oskar Fuchs an Helmuth Schimmer, den Dirigentenstab übernimmt Karl Erker von Kurt Goldinger. Im Oktober ist die Kapelle wieder einmal auf Reisen: Buch im Hunsrück veranstaltet ein „blau-weißes Oktoberfest“, zur musikalischen Gestaltung werden die Pöckinger Blasmusikanten eingeladen. Die Unterbringung bei Gastfamilien während des dreitägigen Aufenthaltes führt zu vielen freundschaftlichen Verbindungen, welche bis heute bestehen.


1979
In diesem Jahr gilt es, das 20-jährige Jubiläum zu feiern. Neben weiteren 64 Auftritten und dem Gegenbesuch des Musikvereines aus Buch wird ein Festkonzert einstudiert, das man als sehr gelungen bezeichnen darf, „...Pöckinger Bläser in Hochform..“ (Merkur), „Eine Blaskapelle von hoher Qualität..“ (Land & Seebote). Die Entspannung nach vollendetem Auftritt darf natürlich nicht zu kurz kommen.