Chronik 2000 - 2008

2000
Zum 25. Mal spielt man in diesem Jahr zum Blumenschmuckwettbewerb des Gartenbauvereins, bei dem die Preisträger der Gemeinde ausgezeichnet werden. Da die „Gartler“ jedes Jahr die schlichte Turnhalle in einen „blumigen“ Konzertsaal verwandeln, ist dies für die Musikanten selbstverständlich. Das zweite Pöckinger Straßenfest wird durch die Blaskapelle eröffnet, zum Gaufest in Steingaden begleitet man den Pöckinger Trachtenverein. Im Dezember verstirbt unser langjähriger Gründungsvorstand und Gründungsmitglied Karl Goldinger. Bis Ende der 70er Jahre wurden nahezu alle Jungmusikanten bei ihm in theoretischer und praktischer Musiklehre unterrichtet.


2001
Im Sommer wechselt der Dirigentenstab von Helmuth Schimmer an Bärbel Mörtl, die bereits als Aushilfsdirigentin das diesjährige Frühjahrskonzert leitet. Im Sommer wird man als Festkapelle für die Fischerhochzeit in Tutzing bestellt, dort spielt man auch die Tanzmusik für die Hochzeitsgäste. Als Besonderheit erbittet sich der Hochzeitslader von der Kapelle einen Walzer mit absichtlich „schrägen“ Tönen, um dem Brautpaar und den Festgästen die Notwendigkeit einer ordentlichen Entlohnung der Musikanten vorzuführen. Im Herbst wird die Kapelle erstmalig zum Trachtenzug nach Mühldorf am Inn eingeladen, man verbindet die weite Anfahrt mit einer Besichtigung der Altstadt und Besuch der historischen „Brauerei im Moos“.


2002
In Tutzing findet der vom Landkreis Starnberg ausgerichtete „Tag der Blasmusik“ anlässlich dessen 100jährigen Jubiläums in Tutzing statt. Beim Massenchor vor der Kirche, an dem alle im Landkreis beheimateten Musikanten teilnehmen, musste die Blaskapelle feststellen, dass die Bayernhymne - neben der in Pöcking (und weiten Teilen Bayerns) üblichen Fassung - tatsächlich auch in anderen Tonarten gespielt wird.Im Juni des Jahres verstirbt unser Gründungsmitglied undlangjähriger stellvertretender Vorstand Kurt Mallmann.


2003
Am 1. Januar spielt die Blaskapelle zum ersten Mal das Neujahrsständchen bei Bürgermeister Rainer Schnitzler. Die 125-Jahr Feier der Feuerwehr gestaltete man als Festkapelle, neben Weckruf, Festgottesdienst, Kirchenzug und Festzug wird auch noch im Festzelt musiziert. Im November wird man zur Geburtstagsvorstellung von Peter Maffays Drachen „Tabaluga“ eingeladen - in der ausverkauften Olympiahalle tritt man an mehreren Tagen gemeinsam (in einer Nebenrolle als „Geburtstagsmusik“) mit so bekannten Schauspielern wie Heinz Hoenig, Rufus Beck und Sissy Perlinger auf.


2004
Auf Grund des großen Erfolges von „Tabaluga und das verschenkte Glück“ im Vorjahr werden fünf weitere Zusatzvorstellungen im März in der Münchner Olympiahalle gegeben, bei denen die Blaskapelle auch mit dabei ist. Ebenso erhält man wiederum die Einladung zum Internationalen Schützen-und Trachtenzug in Mühldorf, bei dem man als eine der größten Kapellen teilnimmt. Dies ist vermutlich auch der Grund, warum die prachtvollen Pferdegespänne, die nach der Blaskapelle im Festzug fahren, unsere Klarinettisten, die in den hinteren Reihen gehen, so bedrängen, dass bei diesen an ein geordnetes Musizieren und Marschieren nicht mehr zu denken ist.

2005
Beim Jubiläum des Faschingsclubs vertauschen die Musikanten ihre gewohnte Tracht mit Abendgarderobe, um im Bigband-Stil einen entsprechenden Rahmen für die Festveranstaltung zu schaffen. Beim Maibaumaufstellen der Burschenschaft wird die Kapelle nicht nur zur musikalischen Begleitung benötigt, sondern auch als Darsteller in einem Film des Bayerischen Rundfunks über die Bräuche in Bayern zum 1. Mai. Auch stellt man sein Können als Hochzeitsmusik unter Beweis, spielt man doch - etwas ungewohnt für eine vollbesetzte Blasmusik - das Brautverziehen.


2006
Im Juli verstirbt unser langjähriger Vorstand und Kassier Karl-Heinz Goldinger beim Festzug der Tutzinger Fischerhochzeit. „Die Lücke, die er in der Kapelle hinterläßt … ist nicht oder nur schwer zu schließen“. Seine Nachfolge übernimmt dessen Stellvertreter Martin Engesser. Da in diesem Jahr auf „heimatlicher“ Flur kein Maibaum aufgestellt wird, spielt die Blaskapelle Pöcking in der Nachbargemeinde Söcking zum Maifest auf. Leider können sich die Söckinger Bürger nicht lange an diesem Baum erfreuen, da wenig später dieser durch einen Blitz zerstört wird. Im Herbst des Jahres wird die Kapelle mit neuen Joppen ausgestattet.


2007

Das jährliche Frühjahrskonzert kann in diesem Jahr nicht wie gewohnt in der Turnhalle stattfinden, da diese im Zuge von Renovierungsarbeiten nicht zu benutzen ist. Man entschließt sich ein Kirchenkonzert – mit entsprechender Musikauswahl - in Sankt Pius aufzuführen. Der Erfolg ist so groß, dass Pfarrer Friedl darum bittet, dieses Konzert zum Jubiläum der Pfarrkirche im Sommer zu wiederholen. Die Blaskapelle erfüllt diesen Wunsch natürlich gerne. Im Juli findet in einem feierlichen Rahmen die Einweihung des restaurierten Pavillons auf der Roseninsel statt. Nicht nur der Transport der Kapelle auf die Insel stellte ein kleines Problem dar, sondern auch die Anweisung der zuständigen Behörde, die Anzahl der Musikstücke wegen der sich in der Brutzeit befindlichen Vögel auf drei zu begrenzen. Der zelebrierende Pfarrer Schreiegg kann mit dieser „weltlichen“ Weisung jedoch nicht allzu viel anfangen - die musikalische Umrahmung wird nach geistlichen Gesichtspunkten gestaltet. Im Herbst spielt die Blaskapelle bei der Siegerehrung und -feier des Marathons der deutschen Sparkassen in und vor der Münchner Olympiahalle.

2008

In diesem Jubiläumsjahr für die Gemeinde Pöcking übernimmt die Blaskapelle selbstverständlich die musikalische Umrahmung des Festaktes anlälich „850 Jahre Pöcking“ in der Maxhof-Kaserne. Neben vielen Reden und ebensovielen Vorträgen dürfen sich die Gäste auch an der Pöckinger Blasmusik erfreuen. Im Frühjahr werden der neue gewählte Landrat Karl Roth begrüßt, und sein Vorgänger Heinrich Frey verabschiedet - wie auch schon deren Vorgänger - zu den Klängen der Pöckinger Bläser. Da man als Hochzeitskapelle sowie mit „Musik zur See“ schon reichlich Erfahrung gesammelt hat, begleitet die Kapelle eine Hochzeitsgesellschaft zu einer musikalischen Dampferrundfahrt auf dem Starnberger See. Im Sommer gestaltet man die Messe zur feierlichen Glockenweihe in Sankt Pius- und wie fast jedes Jahr - das Pfarrfest im Kirchenhof. Im Herbst werden nach über 20 Jahren neue Spielhahn-Federn für die Hüte angeschafft.


Zum 50jährigen Jubiläum ein herzliches „vergelt's Gott“ an alle Musikanten und Musikantinnen für Ihren Idealismus, Ihre Kameradschaft und Einsatzbereitschaft.
Pöcking, im Januar 2009 (Markus Mallmann)