Frühjahrskonzert 2016

Frühjahrskonzert wieder ein voller Erfolg - Trommlerzug wird 40

Die Blaskapelle Pöcking

 Zwei Abende, zwei Konzerte, zweimal eine vollbesetzte Pöckinger Turnhalle, an beiden Tagen jeweils drei Zugaben. Den Zuschauern scheint das Konzert der Blaskapelle Pöcking gefallen zu haben. Wie auch den etwa 50 Musikern und Dirigentin Bärbel Mörtl. Kommt der Trommlerzug, der heuer sein 40-jähriges Jubiläum feiert, noch auf die Bühne umfasst die Blaskapelle sogar fast 70 Musiker.

Ein Tagebuch vom Konzertwochenende:

Donnerstag, 16:00 Uhr.
Wir treffen uns in der Turnhalle. Bühnenteile werden hinauf in den ersten Stock gefahren, Teppiche verlegt und es wird bestuhlt. Inzwischen baut die Drum Crew bereits ihre Percussion und Technik auf.

20:00 Uhr.
Direkt im Anschluss an den Aufbau folgt die Generalprobe. Da seit Januar bereits zweimal pro Woche geprobt wurde und wenige Tage vorher ein intensives Probenwochenende stattfand, läuft die Generalprobe gut. Bärbel kann am Samstag mit einem guten Gefühl ins Konzert gehen. Zum Glück gibt's zwischendurch noch eine Brotzeit, spendiert von der Metzgerei Lutz, dessen Inhaber Oliver schon seit vielen Jahren bei uns am Tenorhorn spielt.

Samstag, 10:00 Uhr.
Wieder kommt eine Gruppe von Musikern in der Turnhalle zusammen. Es fehlt noch die Dekoration. Tische und Stühle werden ausgerichtet, Tischdecken und Blumengestecke hergerichtet sowie Blumensträuße rund um die Bühne befestigt. Hier gebührt unser Dank Juliane Walter, Christl Vollmuth, Claudia Weigel und dem Gartenbauverein Pöcking, die tatkräftig dazu beitragen den Frühling in die Turnhalle zu holen.

Vorbereiten der Reservierungen  Dekorieren der Turnhalle

Samstag, 18:30 Uhr.
Treffpunkt in der Turnhalle. Instrumente werden geputzt und geölt, Notenständer aufgebaut, Getränke vorbereitet. Die Madln stecken sich teilweise noch gegenseitig elegant geflochtene Frisuren, Vorstand und Trommlerzug begrüßen bereits die ersten Gäste. Gegen 19:00 Uhr schleicht sich die Kapelle hinüber in die benachbarte Grundschule. Im Klassenzimmer der 1a wird warmgespielt und gestimmt. Danach trifft man sich auf der Toilette zum "Angstbisler" wieder.

Markus, Ludwig und Anderl am Flügelhorn  Helmuth am Tenorhorn  Unsere Drum Crew

20:00 Uhr.
Es geht los. Unter dem Applaus der Besucher betreten die Musiker die Halle und nehmen ihre Plätze ein. Als letztes betritt die Dirigentin die Bühne. Zu Beginn wird zusammen mit den Trommlern der österreichische Militärmarsch "Vivat Carinthia" gespielt. Nach der anschließenden Begrüßung durch unseren ersten Vorstand Martin Engesser folgt der anspruchsvolle, aber klangvolle Konzertmarsch "Abel Tasman". Nun betritt Ludwig Gansneder das Rednerpult. Mit voller Stimme, illustren Geschichten und kurzweiligen Anekdoten wird er das Publikum zum wiederholten Male gekonnt durch das Programm führen. Anschließend ein erstes Highlight der Konzerts: Mozarts Ouvertüre der Oper "Titus". Kein einfaches Stück für uns Musiker, doch es läuft gut. In der Pause meint Bärbel sogar: "So toll wie heute haben wir das in den Proben nie hin bekommen." Es folgen Julius Fučíks Konzertwalzer "Traumideale" und das "Trommelfeuer", ein Solostück für unsere Trommler. Mit "Oregon" von Jacob de Haan wird das Publikum mit auf eine Zeitreise zu Indianern, Trappern, Bären und Eisenbahn genommen. Anschließend wird die Polka "Eine Frühlingsspielerei" der Egerländer Rebellen von Komponist Timo Dellweg gespielt. Die Egerländer Rebellen werden übrigens von unserem Schlagzeuger Markus Maier geleitet. Bevor es mit dem Marsch "Preußens Gloria" in die Pause geht, stellt Martin Engesser unseren neuen Musiker, Simon Schubert bei den Trompeten, vor. Zudem ehrt er Josef "Charlie" Wiesenmayer und Peter Mallmann für 40-Jahre Blaskapelle. Beide sind zusammen mit Tambourmajor Helmuth Hirn Gründungsmitglieder des Trommlerzugs im Jahre 1976.

v.l.n.r.: 2. Vorstand Fritz-Peter Drobisch, Tambourmajor Helmuth Hirn, die Jubilare 40 Jahre Blaskapelle: Peter Mallmann und Josef

Der Trommlerzug

Pause.
Zeit für die Musiker sich mit den Besuchern zu unterhalten, die Lippen zu erholen, ein paar Schluck zu trinken. Währenddessen schlängeln sich die Gemeinderäte durch die Reihen und sammeln in Musikerhüten Spenden für die Blaskapelle. Traditionell wird zu unseren Frühjahrskonzerten kein Eintritt verlangt, dennoch freuen wir uns über die Spenden vom Publikum, welche beispielsweise Trachten, Notenmaterial oder der Nachwuchsarbeit zugutekommen.

Ex-Musiker Erwin Schimek und Gattin Irmgard beim Konzertbesuch

Bei Konzert noch in Mama's Bauch - drei Tage später erblickt Nachwuchsmusker Dominik Sapper das Licht der Welt  Martin mit

21:54 Uhr.
Es geht weiter. Zum Auftakt des zweiten Teils beginnen wir unter Begleitung der Trommler mit dem "Police Academy Marsch" aus der gleichnamigen US-Amerikanischen Filmserie. "The Olympic Spirit", Eröffnungsfanfare der Olympischen Spiele 1988 in Seoul, ist das nächste Stück, welches allen Musikern Disziplin und Konzentration abverlangt. Mit James Browns "I got you (I feel good)" ändert sich der Klang unserer Kapelle - beispielhaft seien hier Nick Heinecke mit seinem Wechsel von Pauken auf E-Bass oder Carina Linnemanns Baritonsaxophon genannt. Gefolgt von einem beschwingten Medley mit einigen der größten Hits von James Last und dem Stück "Girls, Girls, Girls". Danach spielen wir nochmals ein Medley. Diesmal mit Klassikern von Neil Diamond, wie "Sweet Caroline", "Song, Sung, Blue" und anderen. Das vorletzte Stück stammt aus Peter Maffays Musical Tabaluga, "Nessaja - ich wollte nie erwachsen sein". Ansager Ludwig Gansneder verbindet dies mit ganz persönlichen Erinnerungen. Er lernte vor über 20 Jahren beim Besuch eben jenen Musicals seine Frau kennen. Als letztes Stück des Konzertes kommt wieder der Trommlerzug auf die Bühne und es wird Johann Strauss' Radetzky Marsch zum Besten gegeben. Unter großem Applaus des Publikums wird die Blaskapelle noch zu drei Zugaben aufgefordert. Der "Basler Marsch" (die Noten für den Trommlerzug schrieb unser Musiker Mathias Eggenhofer), "Mussinan" und "Laridah" Marsch beschließen das Konzert gegen 23:15 Uhr endgültig.

Carina am Saxophon  Bärbel in Aktion  Nick am E-Bass

Nach über drei Stunden auf der Bühne freuen sich die Musiker jetzt auf ihre Brotzeit und ein erfrischendes Bier.

 Sonntag, 10:00 Uhr.
Schon wieder trifft sich die erste Gruppe in der Turnhalle, um die Halle erneut zu dekorieren und die Tische herzurichten.

Bereits um 14:30 Uhr geht es nach einer Mittagspause weiter, da Sonntag das Konzert bereits nachmittags um 16:00 Uhr beginnt. Auch an diesem Tag ist die Halle bis auf ganz wenige Plätze wieder komplett gefüllt. Manche Gäste kommen sogar ein zweites Mal, beispielhaft seien hier der stellvertretende Bürgermeister, Albert Luppart, oder Prinz Christoph von Bayern genannt. Nach wiederum drei Zugaben gibt es heute nur eine kurze Brotzeit. Denn die Halle muss noch komplett aufgeräumt werden. Alle packen mit an - die Stühle und Tische werden im Eiltempo auf die Empore gehievt, die Bühnenteile abgebaut und auf die Paletten gestapelt, Technik abgebaut, die Teppichböden zusammengelegt und der Hallenboden gesaugt. Um 21:15 Uhr ist die Turnhalle schon wieder für ihre eigentliche Nutzung zum Sport treiben bereit.

Alle die dabei waren haben dazu beigetragen, dass ich mich schon jetzt auf's Konzert 2017 freue. Nichtsdestotrotz möchte ich noch drei Personen hervorheben:
Mathias Eggenhofer, der das Programm mit unseren Trommlern einstudierte.
Bärbel Mörtl, die geduldig und ausdauernd mit uns probte und wieder ein tolles Programm einstudierte.
Und Martin Engesser, der immer ein offenes Ohr für jeden von uns hat und auf den man sich immer verlassen kann, dass in der Organisation aber auch gar nix schief geht.

Ein besonderes Dankeschön geht an Barbara Baumer und Horst Nordmann für die tollen Fotos.

Zitat Martin Engesser: "Ich möchte nur ein ganz großes DANKE senden, denn es war wieder super was wir als Gemeinschaft in den letzten Tagen auf die Beine gestellt haben. Jeder hat mit angepackt, alles hat einfach gepasst und als Höhepunkt hatten wir zwei wunderschöne Konzerte gespielt." ... "Was für mich auch das Schöne war, der Spaß kam nicht zu kurz, ich finde das im Vereinsleben immer noch das Wichtigste."

Euer Sebastian Scheck

Die letzte Zugabe - der

 

       Dirigentin Bärbel Mörtl  Christian, Felix und Fritzl an den Tuben  Ludwig Gansneder am Rednerpult

Der Blick aus Trommlerperspektive

Die Scheckl's und der Fritzl  Die jungen, wilden Trommler - Jonas und Elias

Nicki und Gerd  Salvi, Kathrin und Tobi 

2. Vorstand Fritz-Peter Drobisch, Dirgentin Bärbel Mörtl, 1. Vorstand Martin Engesser