Wiesn 2015

Am 20.September hieß es für die Blaskapelle Pöcking wieder „auf zur Wiesn“. Es fand der jährliche Trachten- und Schützenzug am ersten Sonntag während des Münchner Oktoberfests statt.


Der Trachten- und Schützenzug fand erstmals im Jahre 1835 zu Ehren der Silberhochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern statt. Seit 1950 ist dieser fester Bestandteil des Oktoberfestes und rund 9.500 Mitwirkende präsentieren eine Vielfalt an Trachten, Brauchtum und Volkstanz. Neben den Musik- und Trachtengruppen aus verschiedenen deutschen Bundesländern, nehmen auch zahlreiche Gäste aus ganz Europa (z.B. aus Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Schweiz) am Umzug teil. Festlich gekleidete Trachtler wechseln sich in bunter Folge mit Sport- und Gebirgsschützen, Musikkapellen,  historischen Trachtengruppen, Spielmanns- und Fanfarenzügen und bunten Fahnenschwingern ab. Neben den Münchner Brauereien, die hier mit ihren prachtvollen Gespannen vertreten sind, machen mehr als 40 festlich geschmückte Festwägen und Kutschen den Wiesnzug einzigartig. Angeführt vom Münchner Kindl, dem Wahrzeichen der Stadt München, setzt sich der Zug traditionell am ersten Wiesn-Sonntag ab 10 Uhr in Bewegung.

Um den zahlreichen Zuschauern gute Marschmusik zu präsentieren, ist eine Vorbereitung auf den Wiesnzug in Pöcking obligatorisch. Bei der abschließenden Probe am Freitagabend achtete Dirigentin Bärbel Mörtl gezielt auf richtige Akzentuierungen, Betonung und Dynamik. So trafen wir uns gut vorbereitet am Sonntagmorgen um 8 Uhr am Pöckinger Sportpark, wo uns zwei Busse abholten und nach München fuhren. Nach dem Einfinden an unserem Platz zum weg marschieren, spielten wir dort zunächst den Rainer-Marsch. Anschließend präparierten sich viele noch mit Weißwürsten, Leberkas-Semmeln, Wasser, Bier und Toilettengang für den Umzug.

Ein besonderes Highlight gab es dann kurz bevor es los ging: Gerd Zingraff bekam von unseren Madln eine Medaille verliehen. Er absolvierte heuer seinen 50ten Wiesnzug. Gratulation, lieber Gerd.

Nun ging es dann endlich los und wir starteten von unserem Platz in der Gewürzmühlstraße in Richtung Maximilianstraße. Vorbei am Maxmonument und den Kameras für die Live-Übertragung der ARD, führt der Trachten- und Schützenzug traditionell über die Residenzstraße, an der Oper vorbei bis zum Odeonsplatz. Dort befindet sich die Ehrenloge mit dem bayerischen Ministerpräsidenten und dem Oberbürgermeister der Stadt München. Weiter ging es über die Briennerstraße zum Maximiliansplatz, zum Lenbachplatz, Stachus und auf die Sonnenstraße hinunter bis zur Schwanthalerstraße. Über die Paul-Heyse-Straße und den Kaiser Ludwig Platz erreichten wir nach etwa sieben Kilometern Strecke schließlich die Theresienwiese.

Dort angekommen, marschierten wir mit dem Marsch „Ohne Rast“ geradeaus auf die Bavaria Statue und die Ruhmeshalle zu. Kurz davor bogen wir jedoch wie jedes Jahr ab, betraten die Schützenfesthalle und spielten dort noch abschließend den „Laridah“-Marsch. Geschafft! Noch schnell die Instrumente zum Bus in Sicherheit bringen und ab ins Zelt. Dort ließen wir uns die ein oder andere Maß, Hendl und Brezn so richtig schmecken.

Nach dem Feiern wurden wir um 19 Uhr wieder vom Bus abgeholt. Und schon auf der Heimfahrt war die Vorfreude auf den Wiesnfestzug 2016 schon wieder da.